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News des Präsidiums

03.05.2021
Rezension Buchveröffentlichung - „Zwischen Tatkraft und Verblendung“
Der Richard-Wagner-Verband München in der „Hauptstadt der Bewegung“ 1933-1945
Der Richard-Wagner-Verband München hat sich in dem oben betitelten Buch eines bis heute schwierigen Themas in der Zeit von 1933-1945 angenommen. So, wie zahlreiche deutsche Verbände, die schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts existieren, ist auch der Münchner Verband mit seiner Existenz durch die schwierigen Jahre von 1933-1945 nicht ohne Nähe mit dem nationalsozialistischen Regime durch diese Zeit gekommen.

Es ist dem Münchner Verband mit seinem Mitglied der Historikern Dr. phil. Elisabeth Fuchshuber-Weiß, gelungen, seine historischen Fakten von 1933-1945 in einem sehr eindrucksvollen und mit umfangreich belegten Recherchen gestalteten Buch zu publizieren und für den Leser intensiv aufzubereiten.

Zitat Karl Rußwurm: „Zu schwer wiegen die Belastungen, die sich aus manchen Äußerungen, Briefen und Schriften des Komponisten selbst ableiten, zu schwer wiegt vor allem auch der Blick auf den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte, als das nicht endlich auch das dunkelste Kapitel der Verbandsgeschichte eine solide wissenschaftliche Aufarbeitung gefordert hätte“.

Der Münchner Richard-Wagner-Verband hat sich mit diesem Buch zu seinem dunkelsten Kapitel seines reichen und aktiven Verbandslebens bekannt und somit vielleicht auch anderen Verbänden Mut gemacht, sich ihrer eigenen langen Tradition anzunehmen, die in jeder Beziehung und vielen Verbänden in reichlichem historischem Umfang vorhanden ist. Ein besonderer Glücksfall für den Münchner Verband ist es ein eigenes Mitglied zu haben, das sich mit Wissen, Akribie und Ausdauer dieses Ausschnitts deutscher Ortsverbandsgeschichte annehmen konnte.

Herausgeber: Richard-Wagner-Verband München e. V. Allitera Verlag München Preis: 24,90 € ISBN 978-3-96233-263-1

Rainer Fineske